Orderrichtlinien - Hinweise zur Auftragserfassung

 

Als Benutzer von "Raiffeisen ELBA-internet Wertpapier" nutzen Sie modernste Technologie. Sie können weltweit Ihre Kontostände abfragen und selbständig über Ihr Wertpapierdepot verfügen. Bedenken Sie aber auch, dass Sie damit bei allen Transaktionen, die sie vornehmen, eigenverantwortlich handeln!

Beachten Sie daher bitte insbesondere folgende Punkte:

 

Nutzungszeiten

Die Nutzungszeiten von Raiffeisen ELBA-internet Wertpapier sind von 05:00 bis 24:00 Uhr (in den meisten Fällen ist die Unterbrechung ab Mitternacht schon um 01:00 Uhr wieder beendet). Ihre Aufträge werden grundsätzlich nur an österreichischen Bankarbeitstagen von 08:00 bis 22:00 Uhr an die Börse weitergeleitet.

An folgenden Tagen findet KEINE Orderweiterleitung statt
Neujahrstag (01.01.2017), Hl. 3 Könige (06.01.2017), Karfreitag (14.04.2017), Ostermontag (17.04.2017), Staatsfeiertag (01.05.2016), Christi Himmelfahrt (25.05.2017), Pfingstmontag (05.06.2017), Fronleichnam (15.06.2017), Maria Himmelfahrt (15.08.2017), Nationalfeiertag (26.10.2017), Allerheiligen (01.11.2017), Maria Empfängnis (08.12.2017), Christtag (25.12.2017), Stefanitag (26.12.2017)


Hinweis:
Falls es in der Zeit von 18:00 bis 22:00 Uhr wider erwarten zu Problemen bei der Auftragserstellung kommt, so wird Ihnen in der Auftragsmaske eine Telefonnummer eingeblendet, unter welcher Sie Ihre Order telefonisch absetzen können.

Hotline für weitere Informationen:

Bei technischen Fragen +43 662 8886 - 13333 an Bankarbeitstagen von 07:30 - 17:00 Uhr
Bei Wertpapier-Fragen +43 662 8886 - 14444 an Bankarbeitstagen von 08:00 - 22:00 Uhr

 

Kennnummer
Bei der Auftragserteilung ist ausschließlich die 12-stellige ISIN-Nummer (International Securities Identification Number) zu verwenden. Andere internationale Kennummern („Valoren Nummer, Cusip-Nummer, etc...) finden keine Verwendung und würden zu einem Fehlkauf führen.

 

Limitarten
Bestens
Ein Bestens-Auftrag wird ohne Limit an die Börse weitergeleitet. Sie akzeptieren damit jeden Kurs, der sich durch Ihren Auftrag bildet.

Kauf-/Verkaufslimit
Ein Kauflimit verhindert, daß Sie für das zu kaufende Wertpapier mehr bezahlen, als sie möchten. Damit riskieren Sie sicherlich auch, daß das Limit innerhalb der Gültigkeitsdauer nicht erreicht wird und der Auftrag somit nicht ausgeführt wird. Für ein Verkaufslimit gilt umgekehrt das gleiche, das heißt, daß sie das zu verkaufende Wertpapier nur zu einem gewissen Kurs (Limit) verkaufen, und nicht darunter!

 

Limitzusätze
Stop-Market (Verkauf)
Ein Limitzusatz, der den Auftrag erst bei Erreichen, bzw. bei Unter-/Überschreiten des gewünschten Börsenkurses aktiviert. Ein Stop-Market Limit von z. B. EUR 40, bewirkt, daß die Order, wenn der Börsenkurs von oben kommend EUR 40 erreicht (je nach Börse), bzw. unterschreitet, zu einem „Bestens-Auftrag“ wird. Somit erhält der Kunde für seinen Auftrag unmittelbar den nächsten Kurs der sich nach Erreichen des Stop-Market Limits ergibt. Dieser kann sowohl unter, als auch über EUR 40 liegen.

Stop Market Limits werden zur Kursabsicherung verwendet.

Bitte achten Sie im Falle einer Stop-Market Order darauf, daß bei der Auftragserstellung, der aktuelle Börsenkurs über dem von Ihnen definierten Limit liegen muß. Ist dies nicht der Fall, so wird Ihr Auftrag von der Börse zurückgewiesen, bzw. ersatzlos storniert! Bei den Präsenzbörsen, wo eine Stop-Market Order möglich ist und bei der Auftragserstellung, der aktuelle Börsenkurs unter oder bei dem von Ihnen definierten Limit liegt, wird der Auftrag, wie ein „bestens Auftrag“ behandelt.

Hinweis: Die Änderung eines bestehenden Auftrages mit "Stop Market"- Limit in einen "Standard"- Limitauftrag (oder umgekehrt) bzw. in einen "Bestens"- Auftrag (oder umgekehrt) ist nicht mehr möglich.
Das bedeutet, dass der "Stop Market"- Limitauftrag gelöscht werden muss und nach Bestätigung der Löschung im Orderbuch muss der neue "Bestens"- Auftrag erfasst werden.

 

Zeitliche Gültigkeit von Aufträgen

Aufträge können derzeit - abhängig von der Börse - mit folgender zeitlicher Gültigkeit erteilt werden (Auszug der wichtigsten Börsen):

XETRA: tagesgültig (= nur am Tag der Auftragserteilung) oder die nächsten 5 Banktage oder die nächsten 3 Monatsultimo. Zusätzlich sind noch das Jahresultimo und der über das Jahresultimo maximal erlaubte Tag (360 Tage ab Tag der Auftragserfassung) möglich.

USA: nur tages- oder monatsgültig, aber nicht über das Jahresende hinaus!

Weitere Details finden Sie auf www.internetwertpapiere.at unter dem Punkt „Service" und „Börseusancen“.

 

Börseplatz
Alle Aufträge werden an Bankarbeitstagen von Mo bis Fr von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr an die von Ihnen im Auftrag festgelegte Börse weitergeleitet.

Es ist z. B. auch möglich, daß ein bereits erworbener Titel über Börse Frankfurt Parkett, an der Börse München verkauft wird.

Hinweis:
In Ihrer Positionsübersicht wird unter dem Titel „Börse“ nicht zwingend die ursprüngliche Kaufbörse angezeigt.
Am Beispiel Deutschland wäre hier nur der Eintrag „BRD“ zu finden.

 

Auftrags Status
Verfolgen sie den Auftragsstatus Ihrer erteilten Aufträge im "Orderbuch". So können Sie rechtzeitig eventuelle Ablehnungen erkennen und entsprechend reagieren. Sie erhalten, über den Orderbuch-Status hinaus, keine zusätzliche Verständigung!

Es gibt folgende verschiedene Auftrags-Stati:

"wartet auf Weiterleitung": Auftrag wurde noch nicht an die Börse weitergeleitet und kann noch von Ihnen selbst storniert werden.

"weitergeleitet": Auftrag wurde bereits an die Börse weitergeleitet und kann von Ihnen nur noch zum Storno "vorgemerkt" werden. Falls noch möglich, wird Ihr Auftrag kurz darauf von der Wertpapier-Abwicklung storniert.

"durchgeführt": Ihr Auftrag wurde bereits durchgeführt, Storno und Änderung sind nicht mehr möglich; Abrechnung folgt. Hat Ihre Order diesen Status erreicht, so wird die Position im Falle eines Kaufes außerdem in der Positionsübersicht angezeigt und ist zur Weiterdisposition (Verkauf) frei verfügbar. Im Falle eines Verkaufes ist der Verkaufserlös sofort verfügbar.

"teildurchgeführt" - z.B.: ..... Stk. mit .... EUR" Ein Teil der Auftragsmenge wurde durchgeführt. Grundsätzlich werden sämtliche Teildurchführungen mit den unterschiedlichen Durchführungskursen angezeigt und auch getrennt abgerechnet. Bei der ersten Teildurchführung kommt der Standardspesensatz (Minimum EUR 17,-- bzw. EUR 20,--, zuzügl. Beorderungsentgelt) zur Anwendung. Für jede weitere Teildurchführung werden EUR 5,-- Spesen verrechnet (zuzüglich Beorderungsentgelt). Werden eine oder mehrere Teildurchführungen angezeigt, kann kein Storno mehr für die noch offenen Restmenge generiert werden.
Amerika-Orders: Es werden ebenfalls die Teildurchführungen mit den entsprechenden Kursen getrennt angezeigt. Erfolgt jedoch die Restausführung, so wird aus sämtlichen Durchführungen ein Mischkurs errechnet. Es erfolgt eine Abrechung der Gesamtmenge mit dem Mischkurs. Es werden daher auch nur einmalig Spesen verrechnet. Erfolgt die Durchführung der Restmenge am nächsten Tag, so wird am Ende des Vortages ebenfalls ein Mischkurs aus den bereits durchgeführten Aufträgen errechnet und angezeigt. Erfolgt dann am nächsten Tag die Durchführung der Restmenge, so wird ein neuer Mischkurs errechnet und in einer Abrechung angezeigt.

"Vormerkung - Storno": Der Auftrag wurde von Ihnen zum Storno vorgemerkt. Es wird von uns an der Börse überprüft, ob bereits eine Durchführung erfolgte. Falls NEIN, wird der Auftrag von uns endgültig storniert, falls JA, wird er abgerechnet.

"storniert": Auftrag wurde storniert. Gegebenenfalls sehen Sie im Orderbuch den Grund für eine Ablehnung.

abgerechnet“: Hat Ihre Order den Status "abgerechnet" erreicht, so wird dies auch im Orderbuch entsprechend angezeigt und bleibt 21 Tage ab Abrechnungstag ersichtlich. Durch markieren der darunterliegenden Zeile (Menge, Durchführungskurs) kann über "Orderservice" - "Anzeige/Abrechnung" die entsprechende Abrechnung angezeigt und auch ausgedruckt werden.

 

Storno bzw. Löschung von Aufträgen
Sie können einen Auftrag nur dann selbständig stornieren, wenn er noch nicht an die Börse weitergeleitet wurde. Ist dies aber bereits der Fall, können Sie Ihren Auftrag nur "zum Storno vormerken". Er wird umgehend von unserer Wertpapier-Abwicklung endgültig storniert, nachdem sichergestellt ist, dass noch keine Durchführung an der Börse erfolgte.

Bei börseseitigen Auftragslöschungen (z.B. bei Handelsaussetzung), müssen Sie Ihren Auftrag selbst - gegebenenfalls mit neuem Limit - nochmals erteilen. Der Grund liegt in beiden Fällen darin, dass Sie als Internet-Kunde als vollwertiger Kapitalmarkt-Teilnehmer anerkannt werden und die Usancen der internationalen Kapitalmärkte mitzutragen haben.

Bei Auftragslöschungen (auch aufgrund von Nicht-Erreichen eines Limits) wird eine Auftragsänderungs-Gebühr von EUR 2,50 verrechnet. Von der Auftragsänderungs-Gebühr wird abgesehen, wenn Sie selbst einen neuen Auftrag löschen, bevor er an die Börse weitergeleitet wurde.

 

Limitänderung
Die Limitänderung erfolgt über den Menüpunkt „Änderung“ im Wertpapier-Bereich in ELBA-Internet. Für eine Änderung wird eine Gebühr von EUR 2,50 in Rechnung gestellt.

 

Aufträge in Wertpapierfonds

Grundsätzlich muss für Wertpapierfonds der Auftrag mit ZEICHNUNG und Börsenplatz "Fondsgesellschaft" erfasst werden.

Für Wertpapierfonds ohne Ausgabeaufschlag ("AGA") werden beim Kauf Aktienspesen (zzgl. Beorderungsentgelt) verrechnet. Der Verkauf ist spesenfrei.
Für börsennotierte Wertpapierfonds ohne AGA werden sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf Aktienspesen (zzgl. Beorderungsentgelt) verrechnet.

Hinweis: Wird ein Kauf über eine Börse gewünscht, so ist der Börseplatz entsprechend zu definieren (also nicht "Fondsgesellschaft"). Der spätere Verkauf kann in diesem Fall wiederum nur über die Börse erfolgen. Wird ein Kauf eines börsennotierten Wertpapierfonds über die Fondsgesellschaft gewünscht, muss dieser als Zeichnung erfasst werden. Der spätere Verkauf kann in diesem Fall wiederum nur über die Fondsgesellschaft erfolgen.

 

Cirka Gegenwert
Der Circa-Gegenwert errechnet sich auf Grundlage des zuletzt bekannten Wertpapierkurses. Er gibt keine Auskunft darüber, wie hoch der Kurs sein wird, der sich durch Ihren Auftrag an der Börse bilden wird. Bei limitierten Aufträgen wird der Circa-Gegenwert auf Basis des Limits errechnet. Sollte eine ISIN-Nummer noch nicht in die Kennummerndatenbank eingetragen sein (z.B.: bei Neuemissionen, div. Optionsscheinen,...) und es sich um einen unlimitierten Auftrag handelt, kann kein automatischer Circa-Gegenwert berechnet werden. Die Kontodeckung wird in diesem Fall zu einem späteren Zeitpunkt manuell überprüft.

Die Circa-Gegenwertsberechnung bei ISIN-Nummern, die noch nicht in die Kennummerndatenbank eingetragen sind, erfolgt in der Form, dass unterstellt wird, dass das Wertpapier in Stück notiert. Dies ist bei Aktien und Fonds der Fall. Unter Umständen kann das zu Problemen führen, wenn es sich bei dem unbekannten Wertpapier um eine Anleihe handelt und Sie ein Limit erteilt haben (Ablehnung mit "Kontodeckung ungenügend"). In diesem Fall kontaktieren Sie bitte unsere Hotline.

 

Kontodeckung
Kaufaufträge können nur erteilt werden, solange "Kontodeckung" gegeben ist. Diese errechnet sich wie folgt:

Kontosaldo aller Verrechnungskonten

+ allfällige Überziehungsrahmen
+ Circa-Gegenwert bereits erteilter unlimitierter Verkaufsaufträge
+ Circa-Gegenwert bereits erteilter limitierter „durchgeführter“ Verkaufsaufträge
- Circa-Gegenwert bereits erteilter Kaufaufträge

Bei ungenügender Kontodeckung wird der Auftrag entweder sofort (bei bekannter Kennummer) oder zu einem späteren Zeitpunkt zurückgewiesen.
 
Wesentliche Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID) bzw. Vereinfachter Verkaufsprospekt
 
Gemäß Investmentfondsgesetz 2011 sind den Anlegern bei jedem Auftrag zu Investmentfonds rechtzeitig vor der Auftragserteilung die „Wesentlichen Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID)“ bzw. der „Vereinfachte Verkaufsprospekt“ zur Verfügung zu stellen. Diese Dokumente geben einen Überblick zur gewählten Fondsveranlagung.
Bei Fondsaufträgen in Raiffeisen ELBA-internet bzw. Raiffeisen ELBA-mobil wird in der jeweiligen Auftragsmaske ein entsprechender Link zum Abruf der „Wesentlichen Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID)“ bzw. der „Vereinfachte Verkaufsprospekt“ ausschließlich in elektronischer Form bereitgestellt.

 

Überziehungszinsen
Sie können einen Wertpapierauftrag gegen jedes Konto, das mit dem Depot verknüpft ist, abrechnen lassen, auch wenn sich Ihr Guthaben auf einem anderen Konto befindet. Achten sie aber bitte darauf, dass dadurch Sollzinsen entstehen, die in voller Höhe von Ihnen getragen werden müssen! Im eigenen Interesse sollten sie Kaufaufträge nur gegen ein gedecktes Verrechnungskonto abrechnen lassen.

 

Verpfändung bzw. Sperre von Internetdepots
Werden Wertpapierdepots (Wertpapier-Verrechnungskonten) verpfändet oder gesperrt (wegen Kreditgewährung, Verlassenschaft etc.), dann erlischt Ihre ELBA-internet-Orderberechtigung und Sie können keine Aufträge mehr mittels Internet eingeben.

 

Klicken Sie hier, um sich die "Orderrichtlinien - Wichtige Hinweise zur Auftragserfassung" in
PDF-Format herunter zu laden. Stand: Januar 2017. Änderungen vorbehalten.