Privatanleger profitieren vom automatischen Verlustausgleich

Seit 01.04.2012 führt Raiffeisen Salzburg den Verlustausgleich bei Wertpapiergeschäften von Privatanlegern mit Einzeldepots automatisch durch. Inländische Privatkunden profitieren davon, denn dadurch entfällt für sie die Geltendmachung der Verluste aus Wertpapierverkäufen in der Einkommensteuerveranlagung.
 
[A] Fotolia_15427061_xs_220   Banken sind dazu verpflichtet, Kapitalertragssteuer (KESt) auf realisierte Kursgewinne einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Betroffen davon sind alle österreichischen Privatanleger, die Wertpapiere aus ihrem Neubestand verkaufen. Als Neubestände gelten Aktien und Investmentfonds, die ab dem 1.1.2011 entgeltlich erworben wurden, sowie sonstige Wertpapiere (z.B. Anleihen und Zertifikate), die ab dem 1.4.2012 entgeltlich erworben wurden bzw. werden. Der Verlustausgleich bei Wertpapiergeschäften wird von der Raiffeisenbank – unter Berücksichtigung sämtlicher Einzeldepots, die der Steuerpflichtige bei dieser unterhält – durchgeführt.
 

So einfach geht's

  • Zusammenlegung von Depots, die bei unterschiedlichen Banken geführt werden, bei der gewünschten Raiffeisenbank (ansonsten ist der Verlustausgleich nur über die Einkommenssteuererklärung möglich)
  • Umstellung von Gemeinschaftsdepots auf Einzeldepots, um den automatischen Verlustausgleich zu nutzen

 

So funktioniert’s

Herr Mustermann bekommt im Jänner 2016 auf seinem Raiffeisen Depot eine Dividende aus einer Aktie in Höhe von 400,– Euro und bezahlt 110,– Euro KESt. Im Juli 2016 realisiert Herr Mustermann beim Verkauf der Aktien einen Verlust von 300,– Euro und bekommt automatisch 82,50 Euro KESt wieder gutgeschrieben. In Summe hat Herr Mustermann im Jahr 2016 eine KESt-Belastung von 27,50 Euro.

Jänner 2016

Aktien-Dividende in Höhe von 400,00 Euro
KESt-Abzug in Höhe von 27,5% -110,00 Euro

Juli 2016

Verlust aus Aktienverkauf in Höhe von
-300,00 Euro
KESt-Gutschrift in Höhe von 27,5% +82,50 Euro
KESt-Belastung in Summe von  -27,50 Euro

Im Verlustausgleich werden berücksichtigt

Hinweis: Für eine umfassende steuerliche Beratung ersuchen wir Sie, Ihren Steuerberater beizuziehen.